Aus Corona Soforthilfe wird Überbrückungshilfe

Das Soforthilfeprogramm Corona ist zum 31. Mai 2020 ausgelaufen. Ab dem 1. Juni und bis zum 31. August werden Soforthilfen zu Überbrückungshilfen. Die Überbrückungshilfe ist ein neues Programm der Bundesregierung. Sie schließt sich zeitlich der Soforthilfe an. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann einen neuen Antrag stellen.

Es geht um die Existenzsicherung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Corona-bedingt harte Umsatzeinbußen erleiden. Darum gewährt der Bund weitere Liquiditätshilfen.

Fachlich korrekt formuliert handelt es sich dabei um Zuschüsse in Form von Billigkeitsleistungen zu betrieblichen Fixkosten für Corona-bedingten Umsatzausfall. Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, die ihre Geschäftstätigkeit wegen der Corona-Pandemie anhaltend, vollständig oder wesentlich einstellen mussten, dürfen den Antrag auf Überbrückungshilfe stellen. Eine Einstellung der Geschäftstätigkeit liegt vor, wenn der Umsatz zwischen April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Unternehmen, die nach April 2019 gegründet wurden, ziehen zum Vergleich die Monate November und Dezember 2019 heran.Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von:

80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch

50 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent

40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 und unter 50 Prozent

Bemessungsgrundlage ist immer der Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Das Antragsverfahren hat zwei Stufen, für die Sie Ihren Steuerberater benötigen.

Erste Stufe: Es müssen Schätzungen Ihres Umsatzes im April und Mai 2020 plus einer Umsatzprognose für den beantragten Förderzeitraum abgegeben werden. Diese Angaben sind die Grundlage der Bewertung des Umsatzeinbruchs. Außerdem sind Ihre voraussichtlichen Fixkosten, deren Erstattung Sie beantragen, zu schätzen.

Zweite Stufe: Daten übermitteln … Sobald die finalen Umsatzzahlen für April und Mai 2020 vorliegen, werden sie an die Bewilligungsstelle übermittelt. Darüber hinaus teilen Sie der Stelle auch die tatsächlichen Umsätze in den Fördermonaten mit. Außerdem schicken Sie Ihre endgültige Fixkostenabrechnung an die Bewilligungsstelle der Länder. Ergeben sich im Nachhinein Abweichungen von der Kostenprognose, müssen Sie ausgezahlte Zuschüsse erstatten. Die Zuschüsse können nachträglich aber auch noch einmal aufgestockt werden. Sollten Sie unsere Hilfe in Anspruch nehmen wollen, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Eine Antragstellung ist derzeit (es wurde noch kein Antragsformular online gestellt) noch nicht möglich. Dennoch sollten Sie die oben genannten Vorbereitungen umgehend treffen.

Allgemeine Informationen zur Überbrückungshilfe finden Sie auch unter:
https://www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona/

Zurück